Klarer Auswärtssieg

Wir danken Herrn Weiske vom FC Bad Lausick für den Bericht.

Wenn ein langjähriger treuer Begleiter des Lausicker Fußballs zur Pause grußlos den Platz verlässt, sagt dies eigentlich bereits genug über die „Vorstellung“ des FC aus.

Nach 30 Minuten waren alle Messen gesungen. Man musste sich vielmehr bei den Gäste bedanken, dass sie es bei „nur“ vier Toren beließen. Bei den Heimfans kann man sich eigentlich nur  entschuldigen.

Bad Lausick erstmals mit Jonas Berger im Tor. Janko Schötzke weilte genau wie Matthias Walter im Urlaub. Letzterer wurde schmerzhaft vermisst. Seine Übersicht und Routine hätte das Chaos im Rückwärtsgang, was über die Gastgeber hereinbrach, zumindest abschwächen können.

Die berühmte Frage was wäre wenn Eric Zifferts Schuss aus rund 11 Metern, Stefan Fliegner hatte den Ball von der rechten Torauslinie exakt seinem Kapitän vorgelegt, nicht abgefälscht links am Pfosten vorbei gestrichen wäre, blieb unbeantwortet, weil die Gäste eben das 0:0 hielten und ihrerseits die erste Chance zur Führung nutzten. Aus zumindest abseitsverdächtiger Position startet der mit einem Zuspiel in Szene gesetzte Ehrlich Richtung FC Gehäuse und schickt den Ball ins linke Eck. Ein Mittel was die Gäste beibehielten. Meist auf ihrer linken Angriffsseite ging es bis zur Mittellinie. Es folgten Zuspiele in die Mitte oder gleich auf die rechte Seite und schon brannte es vor dem viel zu offen gehaltenen Strafraum des FC. Die Treffer zwei und drei glichen sich wie ein Ei dem anderen. Beim 0:2 landete der Ball zunächst aus 5 Metern am Torgestänge, gefolgt von einer zu kurzen Abwehr. Völlig frei kann Langer zentral den Ball volley unters Dach nageln. Noch einfacher hatte es erneut Ehrlich als er in der Mitte der Torraumlinie (!) auftaucht und beim 0:3 nur noch den Fuß hinzuhalten braucht. Freiheiten über die sich jeder Offensivspieler der Fußballwelt freut.

Kurzzeitig keimt Hoffnung auf als Ziffert einen Freistoß von rechts auf den zweiten Pfosten bringt wo Florian Schmiedel hochsteigt. Doch sein Kopfball wird von Evers und seinen Vorderleuten von der Linie geschlagen. Der Gegenzug bringt die endgültige Entscheidung. Ein Tor,  dass sich der ansonsten fehlerfrei agierende Youngster im FC Tor ankreiden lassen muss. Allerdings dürfte er einen schlitzohrig um die Mauer ins kurze Eck gezogenen Freistoß aus spitzen Winkel von Miszler auch noch nie erlebt haben.

Auch darauf folgt eine, es war allerdings auch die bereits letzte (!) Chance des Gastgebers, zu einem eigenen Treffer zu kommen. Jeremy Dust zieht den Ball von links auf den zweiten Pfosten zu Fliegner. Doch dessen Volleyabnahme landet über dem Wurzener Kasten (37.).

Die Zweite Halbzeit hätte man sich eigentlich schenken können. Allenfalls zwei Fakten beschäftigte die Zuschauer. Zum einen die Verletzung ihres Kapitäns, der nach einem Duell im Mittelfeld mit einer blutenden Risswunde am Ohr ausschied; eine dumme Aktion. Absicht kann man seinem Gegenspieler nicht unterstellen. Zum anderen der Fakt, wie kläglich die Gäste mit den sich ergebenden Konterchancen umgingen. Sicherlich ein halbes Dutzend Mal steuerte man, meist in Überzahl, den Kurstädter Strafraum an. Doch der Abschluss blieb, genau wie die Kurstädter Offensivaktion über die gesamte zweite Halbzeit, unterirdisch!

 

Schiedsrichter:         Christian Hasse (Leipzig)

Zuschauer:               80

Torfolge:                    0:1,0:3            Ehrlich           12., 22.

0:2                  Langer           19.

0:4                  Miszler           27.